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TERMINE 2017

 

FILM, FOTOGRAFIE, LESUNG

Friedenale Special Edition Andreas Fischer

Berlin, November & Dezember 2017

Der Kulturverein SÜDWESTPASSAGE in Berlin-Friedenau ist u.a. Veranstalter des Kurzfilmfestes FRIEDENALE.

Andreas Fischer, Filmemacher, Fotograf und Autor, stammt aus dem Rheinland und zog 1987 nach Friedenau.

Seit nunmehr genau 30 Jahren lebt und arbeitet er hier. Dieses Jubiläum nimmt die SÜDWESTPASSAGE zum Anlass, Arbeiten des vielfältigen Künstlers
in einer Veranstaltungsreihe zu präsentieren – in der "Friedenale Special Edition Andreas Fischer"

Das Programm in der Übersicht auf der Website der SÜDWESTPASSAGE:

http://www.suedwestpassage.com/index.php?seite=227

Hier das Programm mit kurzen Erläuterungen zu den einzelnen Programmpunkten:

  • Sonntag, 05.11.2017, 11:00: „Lindenhotel“ + Kurzfilm „Kurt“ (Bundesplatz-Kino)
  • LINDENHOTEL
    (s/w, 70 Min., BRD/DDR, 1990, Regie mit Fayd Jungnickel)
    "Lindenhotel" war der erste lange Dokumentarfilm von Andreas Fischer.
    Unmittelbar nach Maueröffnung, porträtierte er gemeinsam mit seinem Co-Regisseur Fayd Jungnickel (damals DDR) ehemalige Insassen der Stasi-Untersuchungshaftananstalt in Potsdam/Lindenstrasse, im Volksmund genannt "Lindenhotel".

    KURT
    (s/w, 14 Min., BRD, 1987)
    Im Film wird Kurt Schlagk porträtiert, in den 30er Jahren Aushilfskellner bei der UFA.
    Dort traf er auf Hans Albers, dessen Stimme er zum Zeitpunkt der Dreharbeiten völlig lebensecht imitieren konnte.

  • Sonntag, 05.11.2017, 13:00: Eröffnung Fotoausstellung „Tante Hilde“ (Bundesplatz-Kino)
  • TANTE HILDE
    Andreas Fischer verbrachte weite Teile der Kindheit bei seiner Tante Hilde. Im Jahr 2010 verstarb sie im Alter von fast 91 Jahren.
    Bis zuletzt lebte Tante Hilde selbständig in ihrem Reihenhäuschen. Der Nachlass muss aufgelöst werden, der Filmemacher und Fotograf begleitet den Prozess mit Foto- und Filmkamera.
    Aus der persönlichen Trauerarbeit entstand ein künstlerisches Doppelprojekt: eine Fotoausstellung und ein Dokumentarfilm.
    - Die Fotoausstellung ist vom 5.11. bis zum 2.12.2017 im Bundesplatz-Kino zu sehen -

  • Sonntag, 12.11.2017, 11:00: „Contergan – Die Eltern“ (Bundesplatz-Kino)
  • CONTERGAN-DIE ELTERN
    (Farbe, 100 Min., D, 2003)
    Dokumentarfilm über Eltern der so genannten "Contergankinder"

  • Dienstag, 14.11.2017, 20:00: Film & Lesung (Der Zauberberg)

  • DIE GESCHICHTE VON DER TRANS-URAL-PHOTOGESELLSCHAFT
    (Farbe &s/w, 28 Min., D, 1994)
    Mit diesem Film über die Geschichte seiner Familie und des elterlichen Fotogeschäftes näherte sich der Autor 1994 zum ersten Mal der Frage an, welche Auswirkungen die Kriegstraumatisierungen in seiner Familie hatten.

    Im Anschluss an die Filmvorführung:

    "TROISDORF oder WIE DER ENDSIEG AUSBLIEB, SUSI SARATOGA MEINEM VATER DEN KOPF VERDREHTE UND ICH DAS CORNED-BEEF-GEHEIMNIS ERFUHR" lautet der Titel eines unveröffentlichten Romanmanuskriptes von Andreas Fischer.
    In dem Text beschreibt er seine Kindheit, die geprägt ist von verstörenden Verhaltensweisen der schwer kriegstraumatisierten Familienmitglieder.
    Ein Kriegsenkelroman.
    Es liest: Tammin Julian Lee


  • Sonntag, 19.11.2017, 11:00: „Söhne ohne Väter“ (Bundesplatz-Kino)
  • SÖHNE OHNE VÄTER
    (Farbe, 80 Min., D, 2007)
    Dokumentarfilm über kriegsbedingt vaterlos aufgewachsene Männer.

  • Freitag, 24.11.2017, 19:00: „Kurzfilmprogramm: Lockruf des Blutes“ (Atelier Sabine Wild)
  • An diesem Abend präsentiert Andreas Fischer eine Auswahl seiner frühen Kurzfilme, darunter Kurzspielfilme wie LOCKRUF DES BLUTES oder SOLO TALENT, bei dem es um den Feuerwehrmann Baumzelt, den Raben und die Bäckereifachverkäuferin geht, aber auch Dokumentarfilme wie KÜCHENBANK DES GRAUENS.

  • Sonntag, 26.11.2017, 11:00: „Töchter ohne Väter“ (Bundesplatz-Kino)
  • TÖCHTER OHNE VÄTER
    (Farbe, 90 Min, D, 2016)
    Dokumentarfilm über kriegsbedingt vaterlos aufgewachsene Frauen.

  • Samstag, 02.12.2017, 14:00: „Tante Hilde“ (Bundesplatz-Kino)
  • TANTE HILDE
    (Farbe, 50 Min., D, 2013)
    Dokumentarfilm zur Fotoausstellung TANTE HILDE, siehe oben!

  • Donnerstag, 07.12.2017, 19:00: Kurzfilm „Ladenschluss“ (Atelier Sabine Wild)
  • LADENSCHLUSS
    (s/w, 20 Min., BRD, 1982)
    Zum Abschluss der Veranstaltungreihe zeigt Andreas Fischer seinen ersten Film aus dem Jahr 1982.
    Die Eltern schließen ihr Fotogeschäft, welches sie 40 Jahre betrieben hatten, der Sohn der Fotografen bringt die Bilder zum Laufen und dreht seinen ersten Film über den Prozess der Geschäftsaufgabe.
    Im Anschluss an die Filmvorführung gibt es Party und Weihnachtskekse, gebacken vom Filmemacher nach Originalrezept von Tante Hilde!

    Die Veranstaltungsorte:
    Bundesplatz-Kino, Bundesplatz 14, 10715 Berlin, www.bundesplatz-kino.de
    Buchhandlung Der Zauberberg, Bundesallee 133, 12161 Berlin, www.der-zauberberg.eu
    Atelier Sabine Wild, Eschenstr. 4, 12161 Berlin




     











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    TÖCHTER OHNE VÄTER

    Dokumentarfilm von Andreas Fischer

    HD, 90 Min., D, 2016

    2007 erschien der Dokumentarfilm „Söhne ohne Väter“. In diesem Film porträtierte der Filmemacher Andreas Fischer 8 Männer, deren Väter im Zweiten Weltkrieg gefallen waren.

     

    In seinem neuen Film geht der Autor der Frage nach, wie sich Verlust und Vaterlosigkeit auf die Biographien der Töchter auswirkten.

    Die Väter starben an der Ostfront, in Kriegsgefangenschaft oder gelten seit Kriegstagen als vermisst. Die Leben der Töchter, die kurz vor oder während des Krieges geboren wurden, sind deutlich vom Verlust des Vaters geprägt.

    Das Verhältnis zum toten Vater ist höchst zwiespältig. Die Töchter fragen sich, was der Vater im Krieg getan hat. War er möglicherweise in Verbrechen verstrickt?

    Andererseits sprechen viele Töchter bis heute von einer unstillbaren Sehnsucht nach diesem Mann, den sie nie gekannt haben.

    Die Figur des Vaters treibt sie um.

    Neun kriegsbedingt vaterlos aufgewachsene Töchter sprechen in diesem Film über ihre Gedanken, Gefühle und Erfahrungen. Aus 60 Stunden Interviewmaterial gestaltete Andreas Fischer einen Film, der einen Eindruck von diesem Aspekt der gemeinschaftlichen Erfahrung der Kriegskindergeneration vermittelt.

     

    Interviewpartnerinnen:

    Bettina Hausmann, Karin Hug, Dorothee Marquardt, Sibylle Miesner, Heide Moldenhauer, Hiltrud Prause, Waltraut Rose Reiber, Marie-Theres Schmidt, Ingeborg Szepanski

     

    Buch, Regie, Schnitt: Andreas Fischer
    Kamera: Panagiotis Costoglou
    Ton: Thomas Bianga, Marcel Lepel
    Farbkorrektur & Tonmischung: Henning Gross
    Rechtsberatung: Christian Füllgraf
    Wissenschaftliche Beratung: Prof. Barbara Stambolis, Prof. Hartmut Radebold

    Frau Prof. Barbara Stambolis erstellte eine umfangreiche Forschungsarbeit zum Thema, welche diesen Film maßgeblich inspirierte. Die Ergebnisse der Forschungsarbeit erschienen 2012 als Buch unter dem Titel "Töchter ohne Väter" im Verlag Klett-Cotta.

     

    Die Dreharbeiten wurden freundlich gefördert von der GERDA HENKEL STIFTUNG.

     


     

    Amore Pattex

    Über Menschen, die eine alte Liebe nicht loslassen können


    Eigentlich gehört sich das ja nicht: Das Private öffentlich machen. Aber wenn man es freiwillig tut? Und wenn das Private von öffentlichem Interesse ist? Kommentarlos, aber nicht humorlos, lässt Andreas Fischer Betroffene erzählen - von ihrer großen Liebe und warum sie nicht davon loskommen.

    Sie haben es mit Therapie und Psychotraining versucht, sie haben Fotos zerrissen und Andenken verbrannt, es hat alles nichts geholfen. Sie kleben an ihrer großen Liebe, auch wenn die Beziehung Jahre oder Jahrzehnte her ist. Als Erkrankung gilt das nicht, aber ein chronisches Leiden ist es schon.

    Länge: 53 Min.
    Regie und Autor
    : Andreas Fischer
    Redaktion:
    Walter Filz
    Produktion:
    Südwestrundfunk 2009
    Erstsendung:
    SWR, 01.02.2009
    Das Hörspiel wurde vom ORF übernommen.

       

    Ab(g)leitungen

     

    Hörspiel von Andreas Fischer aus dem Jahr 1977

    Länge: 17 Min.
    Regie:
    Burkhard Ax
    Redaktion:
    „Rotlicht” (Jugendsendung) / Ingeborg Oehme-Troendle
    Produktion:
    WDR / 1981
    Erstsendung:
    WDR, 31.03.1982


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